Von Geckos, Garn und Goldwasser

Michael Groß

Die Nanoweltwelt lässt grüßen

Noch immer kann der Mensch viel von der Natur lernen, das hat sich in jüngster Zeit bestens am Boom der Nanowissenschaften gezeigt. Ob unverschmutzbare Waschbecken, hochwirksame Sonnencreme oder Rechner, die mit dem bloßen Auge gar nicht mehr zu erkennen sind – die Forschung hat auf diesem Gebiet erstaunliche Fortschritte gemacht. Die Nanotechnologie wird in unserem Alltag immer wichtiger. Der Wissenschaftsjournalist Michael Groß ist mit diesen winzigsten Dingen seit langem vertraut und veröffentlichte bereits Mitte der neunziger Jahre ein Buch über den Nanokosmos. Mit „Von Geckos, Garn und Goldwasser“, liefert er eine topaktuelle und hochinteressante Bestandsaufnahme aus einem sich rasant entwickelnden Forschungszweig.

Nach einer Einführung in die Besonderheiten der Nanowelt stellt Michael Groß in zwei zentralen Teilen des Buches der „natürlichen Nanotechnologie“ die vom Menschen entwickelten Techniken und Systeme im Nanometer-Maßstab gegenüber. Der Leser wird mitgenommen an die beeindruckendsten Orte der Nanowelt und vor seinem Auge quasi eine Postkartensammlung aus dem Mikrokosmos ausgebreitet. Ein Ausblick auf die Möglichkeiten zukünftiger Anwendungen, ob in Medizin, Industrie oder Alltag, lässt erahnen, wie sehr die Bedeutung der Nanotechnologien noch zunehmen wird.

Der im Buchtitel auftauchende Gecko dient als Maskottchen, dies ist eines der Details, die das Buch anschaulich und den Text flüssig machen. Als ehemaliger Forscher und erfahrener Journalist vereint Michael Groß hohe Fachkompetenz mit der fürs spannende und amüsante Schreiben. Das ist alles andere als eine alltägliche Kombination und so wird dieser Bericht aus einer fesselnden und vielfältigen Welt zu einem gleichermaßen unterhaltenden wie bildenden Lesevergnügen.

Michael Groß
Von Geckos, Garn und Goldwasser
Die Nanowelt lässt grüßen

2012. X, 302 Seiten, ca. 16 Abbildungen. Gebunden.
€ 24,90
ISBN: 978-3-527-33272-4 (Wiley-VCH, Weinheim)

„Als Ausgangspunkt für modernen Unterricht scheint es dem Rezensenten genauso geeignet wie als Ideengeber für Fragestellungen für die vorwissenschaftlichen Arbeiten.“
Plus Lucis (20.12.2013)

„macht Lust, weiter zu lesen“
plus lucis (19.11.2013)

„interessant und spannend“
Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung (20.02.2013)

„der Erfahrung des Autors als Wissenschaftsjournalist und Forscher ist es zu verdanken, dass diese Expedition jederzeit ein spannendes und intelligentes Lesevergnügen ist.“
AOL-Bücherbrief (Nr. 73, 12.10.2012)

„Die Wunderwelt der ’natürlichen Nanotechnologie‘ […] Michael Groß entwirft in seinem Buch eine Art Landkarte der Nanowelt und führt den Leser so ein in diesen faszinierenden Mikrokosmos.“
LiesMalWieder.de (24.09.2012)

VORWORT

EINFÜHRUNG
Grüße aus dem Nanokosmos

DIE NANOTECHNOLOGIE DER NATUR
Der Außenbordmotor der Bakterien
Wie man Gene zum Schweigen bringt
Ein Wasserstoff produzierendes Mitochondrium?
Neues von einem alten Pflanzenhormon
Proteine der Augenlinse im Brennpunkt der Forschung
Titin – was Muskeln geschmeidig macht
Neues von der DNA-Baustelle
Die Sortiermaschine der Zelle
Histone – Garnrollen mit Pfiff
Ablesung der Gene in flagranti erwischt
Ein neuer Geruchssinn
Enzym mit Achillesferse
Zufall hilft in Faltungsfragen
Die Maus, die in die Kälte ging
Bakterien am Schopf gepackt
Schaumstoffverpackungen für Froschlaich
Rund ums rote Blutkörperchen
Leben im Salzstress
Neues aus dem Reich der Viren
Die Geselligkeit der Bakterien
Vom Experimentierkasten der Zelle zum Krebsmedikament
Wie Muskeln ihre Fasern bekommen
Wie Mäuse Gefahr wittern
Schnipseljagd beim Strudelwurm

Detailansichten der zellulären Proteinfabrik
Häcksler bekommt Nebenjob
Rezeptoren für jeden Geschmack
Supermikroskop ermöglicht Beobachtung der Nervenfunktion
Öl fressende Mikroben
Spinnenseide aus der Sicht der Polymerforschung
Tödliche Niete in der Zellmembran
Unordentliche Proteine
Signalprotein entschlüsselt
Das geheimnisvolle Glashaus der Kieselalgen
Planet der Phagen
Seide aus Beton

NEUE TECHNOLOGIE IM NANOMETER-MASSSTAB
Katalysator als Filmstar
Nervenzellen mit Nanodraht verkabelt
Molekulare Bäume tragen erste Früchte
Antikörper aus dem Gewächshaus
Zellen mit zurückgedrehter Uhr
Nanopartikel für die Zentralheizung?
Möbius-Band mit Kippschalter
Gecko-inspiriertes Klebeband für medizinische Anwendungen
Bewegung in der DNA-Nanotechnologie
Selbstheilendes Gummi
Laserskalpell mit Tiefenwirkung
Spinnenseide durch Mikrofluidik?
Grünes Licht für Zellbiologie
Lichtgetriebener Molekülmotor
Tanz der Moleküle zeigt neues Bild der Zelle
Proteinstrukturen in lebenden Zellen
Was ist eigentlich synthetische Biologie?
ESR-Spektroskopie: Was der Spin verrät
Ist der Kompass der Vögel eine chemische Reaktion?
Eingekapseltes Fett-Tröpfchen
Auf der Suche nach ethisch unbedenklichen Stammzellen
Die Quadratur des Kohlenstoffs
Synthetisches Leben?
Proteinfaltung als Computerspiel
Palladium verknüpft Kohlenstoffatome
Nanopartikel dienen der Rettung von Maya-Kulturschätzen
Nonius-Maßstab zum Aufbau großer Moleküle
Genomsequenzierer: Die dritte Generation
RNA-Gerüst bringt Ordnung in die Zelle
Molekulare Seiltänzer
Drei Optionen für die Ersatzteil-Medizin
Alles auf einem Chip

AUSBLICK
Nano wird normal

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Michael Groß

Michael Groß wurde 1963 in Kirn an der Nahe geboren. Das Schreiben liebt er, seit er in jungen Jahren für eine Schülerzeitung gearbeitet hat. Dass er sich nicht für eine journalistische Karriere, sondern für ein Chemiestudium entschied, kommt nun den Lesern seiner hintersinnig-wissenschaftlichen Texte zugute. Denn Groß schreibt mit Fachkompetenz und Witz – eine seltene Kombination und Gabe. Nach seiner Promotion an der Universität Regensburg 1993 erforschte er am Oxford Centre for Molecular Sciences die biopyhsikalische Chemie der Proteine. Heute schreibt er als Wissenschaftsjournalist unter anderem für die Fachblätter „Spektrum der Wissenschaft“ oder „Nachrichten aus der Chemie“ und verfasst (populär) wissenschaftliche Bücher. Michael Groß lebt in Oxford.

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