Plastisch, elastisch, fantastisch

Georg Schwedt

Warum Kunststoff unser Leben verändert hat und warum ohne Kunststoff fast nichts mehr geht

Wenn man aus einer Wohnung alles aus Kunststoff entfernen würde, würde wenig übrig bleiben. Sehr wenig. Mit Ausnahme von Leder und Holz wurden im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zunehmend viele Materialien durch Kunststoffe ersetzt. Kunststoff ist der vielfältigste Werkstoff überhaupt und lässt sich für unterschiedlichste Anforderungen maßgerecht verarbeiten – ob zu hauchdünner Frischhaltefolie, schlagfestem Plexiglas oder schweißableitender und wärmender Funktionskleidung. Die faszinierende Welt der Kunststoffe erklärt uns der Chemiker Georg Schwedt gewohnt unterhaltsam und verständlich in seinem neuen Buch „Plastisch, elastisch, fantastisch. Ohne Kunststoffe geht es nicht“.

Erstaunliche 500 Jahre Industrie- und Kulturgeschichte

Schwedt stellt die Kunststoffe vor, die im täglichen Leben vorkommen, erklärt ihre Vorgeschichte und erzählt von den Menschen, die an ihrer Entstehung und Weiterentwicklung entscheidenden Anteil hatten. Dabei verknüpft der Autor die besonderen Eigenschaften der Materialien mit einer facettenreichen Industriegeschichte, zeigt die Auswirkungen des Werkstoffes Plastik auf die Kultur sowie dessen allgegenwärtige Anwendungen im Alltag. So gibt das Buch „Plastisch, elastisch, fantastisch“ einen Überblick über erstaunliche 500 Jahre Industrie- und Kulturgeschichte, denn den ersten Kunststoff – Kunsthorn – hat die Familie Fugger schon im 16. Jahrhundert vertrieben.

Kunststoffe haben unser Leben verändert

Schwerpunkt dieses schön bebilderten Bandes bilden detaillierte Angaben zur Verwendung von Kunststoffen – vom Alltagsgegenstand über die gewerbliche Kunst bis zu technischen Geräten, die wiederum im Alltag eine Rolle spielen. Deutlich arbeitet Schwedt im letzten Kapitel heraus, dass synthetische Produkte in Verbindung mit Naturprodukten eine Alternative zu den rein synthetischen Kunststoffen auf Erdölbasis sein können – und dass diese bereits ihren Markt gefunden haben. Den roten Faden des Buches, so betont der Autor, bildet die Feststellung: „Kunststoffe haben unser Leben verändert und verändern es weiterhin; ohne Kunststoffe geht es nicht!“

Georg Schwedt
Plastisch, elastisch, fantastisch
Ohne Kunststoffe geht es nicht

2013. XI, 189 Seiten, 51 Abbildungen. Gebunden.
€ 24,90
ISBN: 978-3-527-33362-2 (Wiley-VCH, Weinheim)

„Die Welt der Kunststoffe erklärt dieses Buch unterhaltsam und verständlich ? es verknüpft die besonderen Eigenschaften der Materialien mit einer facettenreichen Industriegeschichte und zeigt die Auswirkungen des Werkstoffes Plastik auf die Kultur.“
Physik in unserer Zeit (01.06.2014)

„Die vielen Informationen, ausgehend von der Geschichte des jeweiligen Stoffes bis hin zu seiner heutigen Relevanz, bieten einen guten Überblick über die unterschiedlichen Kunststoffe und ihre Verwendungsmöglichkeiten.“
Leser-Welt.de (01.04.2014)

„Wer sich für die Historie der Kunststoffherstellung und die damit verbundenen Forscher- und Firmennamen nebst zugehörigen Lebens- und Zeitangaben interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.“
Lebensmittelchemiker-Mitteilungen (01.03.2014)

„Unterhaltsam und verständlich“
DG-Kunststoffgeschichte.de (17.02.2014)

„Ohne Kunststoff geht es nicht.“
Pharmazeutische Zeitung (01.02.2014)

VORWORT

EINLEITUNG
Zu Besuch im virtuellen Deutschen Kunststoff Museum
Ernst Richard Escales und der Begriff »Kunststoff«
Kurze Einführung zur Systematik und Synthese von Kunststoffen

AM ANFANG WAREN BIOPOLYMERE  –  AUS DER ENTWICKLUNGSGESCHICHTE
Galalith für Knöpfe, Schmuck und Stricknadeln
Vom Kautschuk und Guttapercha zum Gummi
Schellack für Schallplatten
Celluloid für Filme, Tischtennisbälle und Schildkröt-Puppen
Linoleum, der klassische Bodenbelag  –  auch als Tapete
Kunstseiden und Pergamentpapier aus Cellulose
Acetylcellulose für Tonbänder

DIE ERSTEN SYNTHETISCHEN KUNSTSTOFFE
Bakelit
Buna  –  besser als Kautschuk
Nylon und Perlon  –  nicht nur für Strümpfe
PVC verdrängt Linoleum: Vom Hart-PVC bis zum Igelit
Polystyrole: Vom schlagfesten Polystyrol bis zum Styropor
Plexiglas und andere Acrylkunststoffe

VON DER FORSCHUNG ZUR INDUSTRIE
Hermann Staudinger, der Vater der Polymerchemie
Karl Ziegler und Giulio Natta
Weitere bedeutende Polymerchemiker

VOLLSYNTHETISCHE KUNSTSTOFFE AUF ERDÖLBASIS
Die Massenkunststoffe Polyethylen und Polypropylen: Von Folien bis zum Spielzeug
Melaminharze erobern die deutsche Küche
Teflon: Von der Pfanne bis zur Kleidung
Polyurethane in Kissen und Matratzen
PET für Flaschen und Fleece-Pullover
Polycarbonat: Schutzhelme, Gläser und CD-ROMs
ABS: Möbel und Lego-Steine
Weitere wichtige Copolymere
Spezielle Polymere als Meilensteine aus der Geschichte der Kunststoffe

KUNSTSTOFFE DER ZUKUNFT: BIOPOLYMERE, COPOLYMERE, BLENDS UND BIOBASIERTE KUNSTSTOFFE
Thermoplastische Stärke und Stärkeblends: Von der Tragetasche bis zur Babywindel
Basis Cellulose und Lignin: Verpackungen und »Flüssigholz«
Polylactide für Joghurtbecher und Computer-Sticks
Polyhydroxyalkanoate: Verpackungsmaterial für Lebensmittel
Biobasierte Kunststoffe

Cover Leseprobe Pressemitteilung

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Georg Schwedt

Der 1943 geborene Professor der Chemie lehrte bis zu seiner Emeritierung 2006 an der TU Clausthal Anorganische und Analytische Chemie.
In seinen zahlreichen Sachbüchern zieht er gern Beispiele aus dem Alltag heran und zeigt, wie viel Chemie im Kochtopf, Supermarkt oder Badezimmer steckt. Die Wissensvermittlung rund um das Thema Chemie hat er mit seinem Mitmachlabor SuperLab, zahlreichen Experimentalvorträgen oder der Mitarbeit bei der „ExperimentierKüche“ des Deutschen Museums in Bonn vorangetrieben. Seit 2009 ist Georg Schwedt Präsident der Deutschen Gesellschaft für Warenkunde und Technologie. Er lebt in Bonn und ist an der dortigen Uni tätig.

Weitere Sachbücher