Feuersucher

Gottfried Schatz

Von der Enträtselung der Zellatmung und den Nöten junger Wissenschaftler im Nachkriegs-Europa

Wie wird man ein weltweit führender Biochemiker, ohne auch nur eine einzige Lehrveranstaltung in diesem Fach besucht zu haben? Gottfried Schatz, der in Österreich geboren wurde und heute in der Schweiz lebt, studierte ab 1954 Chemie in Graz. Ihn faszinierte die Biochemie, die damals in den USA ihren Siegeszug begann, in Deutschland und Österreich aber noch vor sich hindämmerte. Er schrieb an die damals führenden Biochemiker Postkarten mit der knappen Bitte „Please send me copies of all your papers“. Es erreichte ihn unter anderen ein großes Paket des US-Amerikaners David E. Green, der ihm tatsächlich Kopien all seiner Publikationen schickte. Mit Hilfe dieser Lektüre fand Gottfried Schatz zu seinem Lebensthema – den Mitochondrien. In seinem neuen Buch „Feuersucher. Die Jagd nach dem Geheimnis der Lebensenergie“ beschreibt Schatz die Mitochondrien als „Lebensfeuer, die in uns brennen“.

Gottfried Schatz schreibt fesselnd, packend, pointiert, bisweilen poetisch. Als Naturwissenschaftler hat er die seltene Fähigkeit, eine Welt, die sonst vor allem einem Fachpublikum vorbehalten ist, einer breiten Leserschaft zu öffnen. In „Feuersucher“ erzählt er von dem spannenden Wettlauf um die Entdeckung der Rätsel der Zellatmung. Dabei lässt Gottfried Schatz viele große Biochemiker des letzten Jahrhunderts in facettenreichen Schilderungen wieder lebendig werden. Die vom renommierten Biophysiker P. Leslie Dutton handgezeichneten Porträts und schematischen Zeichnungen verleihen dem Buch zusätzlich ein besonderes Flair.

Schatz, der für seine literarisch-wissenschaftlichen Beiträge vor kurzem mit dem Europäischen Wissenschafts-Kulturpreis der Kulturstiftung „Pro Europa“ ausgezeichnet wurde, berichtet von seinem spannenden Lebensweg: hinaus aus einem Nachkriegsösterreich, dessen Atmosphäre ihn geistig lähmte, hinein in die aufregende Welt der explodierenden naturwissenschaftlichen Forschung in der neuen Welt, in der ihm viele österreichische und deutsche Emigranten-Forscher begegneten und unterstützten. Ihre bedeutende Arbeit und ihr Leben für die Wissenschaft würdigt Schatz in seinem mitreißenden Buch mit Skizzen, Anekdoten und Reflexionen. Gleichzeitig hat er ein Buch vorgelegt, das künftig als Blaupause für eine gelungene Kulturvermittlung gelten kann. Denn, so sagt Schatz:

„In einer Welt die immer komplexer wird, braucht es auch immer mehr Menschen, die diese Welt nicht nur berechnen, sondern auch begreifbar machen können.“

Gottfried Schatz
Feuersucher
Die Jagd nach dem Geheimnis der Lebensenergie

2011. VIII, 221 Seiten, 21 Abbildungen. Gebunden.
€ 24,90
ISBN: 978-3-527-33084-3 (Wiley-VCH, Weinheim)

„Feuersucher ist ein kurzweiliges Lesebuch, welches sich nicht in naturwissenschaftlichen Details verliert, sondern das große Ganze im Auge behält.“
Chemie & Schule (1/2013, 18.07.2013)

„Kurzweilig wie in einem Krimi erzählt Schatz die Historie der Zellforschung an den Mitochondrien.“
Via Medici (3/2012, 01.08.2012)

„Lebhaft und eindringlich schildert Schatz Höhen und Tiefen eines Forscherlebens, Wettrennen, erfolglose Jahre, Rückschläge, wissenschaftlichen Betrug, kleinere und größere Fortschritte.“
derStandard.at (18.02.2012)

„Eine einmalige Mischung von literarischem Lesevergnügen, dem Porträt einer Nachkriegsgeneration und wissenschaftlicher Spannung um das Wettrennen zur Entdeckung der ‚Feuermaschine‘ und seiner atomaren biologischen Strukturen.“
Österreichische Chemie (5/2011, 01.09.2011)

„Kurzum, das Buch ist als Lektüre für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen zu empfehlen. Es mag auch anderen Emeriti als Vorbild dienen, indem es aufzeigt, wie man ein leben, eine Weltanschauung und eine Forschungsdisziplin zu einem lesenswerten Buch verquirlen kann.“
Spektrum der Wissenschaft (Oktober 2011)

„Eine Autobiografie sollte nur schreiben, wer auch etwas zu erzählen hat. Der österreichische Mitochondrienforscher Gottfried Schatz hat eine Menge zu erzählen. Er tut es mit Bravour.“
Labor Journal (01.10.2011)

„Das ist ein wunderbares Buch, eine bibliophile Lektüre mit den getroffenen literarischen und künstlerischen Porträts (…), den persönlichen Eindrücken und Erlebnissen.“
Biospektrum (01.10.2011)

„Kein anderer Titel als „Feuersucher“ hätte dieses leidenschaftliche Buch so auf den Punkt bringen
können: Der Begriff der Feuersucher wird vielschichtig verwandt und vermittelt das Gefühl, dass es
der Autor geradezu genießt, unter diesem Motiv die verschiedensten Metaphern zu entwickeln.“ Fachbuchjournal (02/2011)

„Gottfried Schatz tischt uns Wissenschaftliches und Privates in einer besonders ausgewogenen und schmackhaften Mischung auf. (…) Kurzum, das Buch ist als Lektüre für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen zu empfehlen.“ Spektrum.de (13.09.2011)

„Ein gelungenes Werk.“
ekz.bibliotheksservice (25.07.2011)

„In seinem Buch ‚Feuersucher‘ erzählt Schatz von der spannenden ‚Jagd nach dem Geheimnis der Lebensenergie‘. […] Spannend die Skizzen der Begegnungen mit berühmten Mitochondriern, berührend jene mit dem 1938 in die USA geflohenen Wiener Efraim Racker. […] Dass er als Wissensschaffender populär schreiben kann, hat Gottfried Schatz früher schon als Kolumnist in dieser Zeitung bewiesen. Der ‚Feuersucher‘ ist als geschickt inszeniertes autobiografisches Sachbuch ein neuer Beleg dafür.“
Basler Zeitung (11.03.2011)

„Er (Gottfried Schatz) lässt einen sein Fach erleben. Der Biochemiker bietet einen profunden Blick hinter die Kulissen des Wissenschaftsbetriebes, wie man ihn ganz selten findet – und das alles bestens lesbar und frei von übertriebenem Fachvokabular. Ergänzt wird das Buch durch Zeichnungen von P. Leslie Dutton, einem Fachkollegen von Schatz. Ein untypisches und spannendes Buch – zum Nachdenken, zum Stirnrunzeln zum Schmunzeln, zum Genießen.“
Kleine Zeitung (10.04.2011)

„Jetzt legt Gottfried Schatz mit ‚Feuersucher‘ einen Rückblick auf sein vielfältiges Forscherleben vor. Das Buch ist nicht bloss eine Biografie, sondern ein spannender Streifzug durch mehr als ein halbes Jahrhundert Zeitgeschehen, Wissenschaftsgeschichte und durch das Wesen wissenschaftlichen Denkens schlechthin. […] Mit ‚Feuersucher‘ ist ihm ein Wurf gelungen. Immer klar und anschaulich, oft witzig und erfrischend selbstironisch, erklärt er uns, wie Forschung funktioniert und Wissenschafter ticken – die halt auch nur Menschen sind.“
NZZ am Sonntag (03.04.2011)

„Packend und leicht verständlich erzählt Gottfried Schatz vom wechselvollen Schicksal seiner wissenschaftlichen Generation, die dem Biozentrum zu seiner heutigen Bedeutung verhalf und dabei gegen viele Vorurteile kämpfte.“
Universität Basel (11.04.2011)

„‚Feuersucher‘ schildert auf packende Weise, wie das Rätsel der Energieproduktion bei der Zellatmung gelöst wurde und liefert eine atmosphärische Schilderung der Forschungslandschaft im Nachkriegsösterreich und -deutschland sowie in den USA und in der Schweiz.“
Das Anlegerportal Online (seit 24.04.2011)

Die Generation ohne Eigenschaften
Ödland
Feuerspiele
Anfänge
Feuerpilger
Unter Einwanderern
Miriam
Freunde trotz allem
Oasenjahre
Revolutionen
Das Herz der Feuermaschine
Irrlichter
Stillstand
Des Rätsels Lösung
Unter Brandstiftern und Blumenkindern
Der Sieg einer Idee
Auf der Insel der Seligen
Kämpfe in Bern
Endspiel
Bestandsaufnahme

Epilog

Dank
Anhang

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Gottfried Schatz

Gottfried Schatz ist schweizerisch-österreichischer Biochemiker. Er war führend an der Aufklärung der Bildung von Mitochondrien beteiligt und ist Mitentdecker der mitochondrialen DNA. Gottfried Schatz ist Autor von mehr als 200 wissenschaftlichen Publikationen und dreier Bücher, Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien sowie Träger hochrangiger Preise und zweier Ehrendoktorate. Er war an der Planung und wissenschaftlichen Beratung mehrerer europäischer Spitzeninstitute beteiligt und spielte in jungen Jahren als Geiger im Grazer Philharmonischen Orchester und an österreichischen Opernhäusern.

P. Leslie Dutton

P. Leslie Dutton begeisterte sich schon während seiner Kindheit für Zeichnen und Malen. Er blieb dieser Leidenschaft auch später treu, als er an der University of Wales Chemie und Biochemie studierte und 1968 in die USA übersiedelte, um an der Johnson Research Foundation an der University of Pennsylvania bei Britton Chance als Postdoktorand zu arbeiten. Dutton trug maßgeblich zur Aufklärung des Lichteinfangs durch Pflanzen und Mikroorganismen bei und entwickelt derzeit künstliche Systeme, um diese und ähnliche Prozesse nachzuahmen und medizinisch oder technologisch zu verwerten. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er zahlreiche Ehrungen.

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