Die Machiavellis der Wissenschaft

Naomi Oreskes / Erik M. Conway

Ein ganz realer Thriller

Wie skrupellose Lobbyisten seriöse Forscher diffamierten und gezielt Falschinformationen in lancierten Medienkampagnen global verbreiteten

Der Plot ist hollywoodreif, die Geschichte so skandalträchtig wie bestürzend: Eine Handvoll Forscher leugnet, manipuliert und diskreditiert anerkannte wissenschaftliche Tatsachen wie den Klimawandel oder den Zusammenhang zwischen dem Rauchen und gesundheitlichen Risiken. Doch „Die Machiavellis der Wissenschaft“ (im Original „Merchants of Doubt“) ist kein fiktiver Roman, sondern berichtet von der Realität. In den USA sorgte das Buch von Naomi Oreskes und Erik M. Conway für Furore und wurde zum Bestseller. Kein Wunder, die Geschichte, die sie erzählen, ist schließlich unglaublich – es ist die Geschichte über den Kampf gegen Fakten und über den Handel mit dem Zweifel, über die Manipulation der Medien und die Diffamierung Einzelner. Und sie geht uns alle an. Schließlich lehnten die USA als einzige Industrienation die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls ab und verhinderten so wichtige Schritte des Klimaschutzes. Das Buch erscheint im September bei Wiley-VCH.

Eine Schlammschlacht: Lancierte Medienkampagnen und haltlose Vorwürfe

Diese Forscher – allen voran Fred Singer und Fred Seitz – lancierten Kampagnen in den Medien und verbreiteten gezielt Fehlinformationen im wissenschaftlichen Umfeld. Sie schreckten auch nicht vor persönlichen Angriffen auf seriöse Kollegen zurück. So nahmen sie z. B. Ben Santer ins Visier, einen weltweit geachteten Wissenschaftler, der zur Klimaerwärmung forscht. Plötzlich beschuldigte ihn eine Gruppe von Physikern aus Washington, seine Forschungsergebnisse für den Weltklimarat-Bericht manipuliert zu haben. Er weist darin nach, dass die Klimaerwärmung tatsächlich durch die Treibhausgase verursacht wird. Ben Santer wurde verunglimpft, seine Ergebnisse wurden in Zweifel gezogen; eine Schlammschlacht und eine sehr bittere Erfahrung für den Wissenschaftler, die bis ins Privatleben hineinreichte. „Noch heute wird dieser sonst ruhige Mann bleich vor Wut, wenn er an die damaligen Ereignisse denkt.“, so Oreskes und Conway.

Die „Tabakstrategie“: Zweifel säen, die Kontroverse am Leben halten

Die Gegner von Ben Santer wendeten die sogenannte „Tabakstrategie“ an. Das wurde Santer klar, als er zufällig auf einen Artikel stieß, der beschrieb, „wie Wissenschaftler an einem von der Tabakindustrie organisierten Programm teilgenommen haben. Sie sollten dabei wissenschaftliche Tatsachen diskreditieren, die einen Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Krebs aufzeigen.“ Die Taktik, eine Kontroverse am Leben zu erhalten, Zweifel zu säen, war genau jene, die auch bei ihm „angewendet“ worden war. Ein Lehrstück über die Macht der Industrielobby und ihre Handlanger aus Politik und Wissenschaft und ein Beweis dafür, wie erschreckend einfach es möglich ist, mit unlauteren Absichten selbst seriöse Medien zu beeinflussen und mit nachweislich falschen Informationen zu „füttern“.

Naomi Oreskes / Erik M. Conway
Die Machiavellis der Wissenschaft
Das Netzwerk des Leugnens

ISBN 978-3-527-41211-2
2014, 280 Seiten
€ 24,90

„So haben Oreskes und Conway sicher keine Bettkästchenlektüre vorgelegt, wohl aber ein wichtiges Stück Wissenschaftsgeschichte für Interessierte.“
3sat.de (13.10.2015)

„In den USA sorgte das Buch für Furore und wurde zum Bestseller. Kein Wunder, die Geschichte, die sie erzählen, ist schließlich unglaublich. Es ist die Geschichte über den Kampf gegen Fakten und über den Handel mit dem Zweifel und über die Manipulation der Medien.“

Bänder, Bleche, Rohre (01.10.2015)

„In ihrem Buch entfalten Naomi Oreskes und Erik M. Conway einen hollywoodreifen Plot, dessen Geschichte so skandalträchtig wie bestürzend ist.“
Media-Spider in der Medienwelt (21.07.2015)

„Eine spannende Lektüre.“
Saldo (01.03.2015)

„Ein ganz realer Thriller. Wie skrupellose Lobbyisten seriöse Forscher diffamierten und gezielt Falschinformationen in lancierten Medienkampagnen global verbreiteten. Der Plot ist hollywoodreif, die Geschichte so skandalträchtig wie bestürzend.“
CITIM.lu (24.03.2015)

„Das Buch ist ein Lehrstück über die Macht der Industrielobby und liest sich wie ein spannender Thriller.“
GGG Stadtbibliothek Basel Online (16.03.2015)

„…in jedem Abschnitt wissenschaftlich bestens fundiert und gleichzeitig ein mutiges politisches Statement. (…) Ein sehr wichtiges Buch über das Wechselspiel von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.“
Physik in unserer Zeit (Februar 2015)

„Ein Skandal. Ein Aufreger. Und ein Buch wie ein Polit-Krimi.“
GEO (Februar 2015)

„… ein packend geschriebenes, aufrüttelndes Gegengift.“
Natur (Februar 2015)

„Ein sehr aufschlussreiches Werk.“
Spektrum.de, Spektrum der Wissenschaft (06.02.2015)

„…ein Lehrstück über die Macht der Industrielobby und ihre Handlanger aus Politik und Wissenschaft…“
Metall, Fachzeitschrift für Metallurgie (Dezember 2014)

„Großartig recherchiert und spannend geschrieben.“
Wissenschaftsmanagement, Zeitschrift für Innovation (Sep./ Okt. 2014)

„Die Autoren haben für ihr Buch fünf Jahre recherchiert und in Archiven Tausende Seiten von Dokumenten gesichtet.“
Physik in unserer Zeit (Herbst 2014)

„Ich muss sagen, es ist (…) für mich bis heute eines der spannendsten und gleichzeitig auch erschreckendsten Sachbücher, die ich kenne.“
WDR5 Leonardo (05.09.2014)(Anne Preger, Rezensentin im Interview)

„Was Oreskes und Conway enthüllen, liest sich Kapitel für Kapitel spannend wie ein wissenschaftlicher Politthriller.“
wdr5.de (05.09.2014)

„Oreskes und Conway zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Bild davon, dass einige Wissenschaftler den überwältigenden wissenschaftlichen Konsens öffentlich in Frage stellen.“ USA Today

„Eine schockierende Darstellung der gezielten Verbreitung von wissenschaftlichen Halbwahrheiten die deutlich macht, wie leichtgläubig Presse, Wissenschaftler und Öffentlichkeit waren (und größtenteils immer noch sind).“ WashingtonPost.com

„Oreskes Conway fesseln den Leser mit einem Hollywood-reifen Plot, aber es sind die Ergebnisse sorgfältiger Forschung, die den Leser auf eine aufschlussreichen Reise in eine viel erschreckendere Wahrheit führen.“ Tim Maher, Poughkeepsie Journal.com

ÜBER DIE AUTOREN
STIMMEN ZUR ENGLSICHEN AUSGABE DIESES BUCHES
VORBEMERKUNGEN

EINFÜHRUNG
Unser Produkt ist der Zweifel

SDI, FALSCHE FAKTEN UND DAS MARSHALL-INSTITUT
Die Geburt von Team B
Krieg der Sterne: Die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI)
Von der Strategischen Verteidigungsinitiative zum atomaren Winter
Das George C.Marshall-Institut
Ein pauschaler Angriff auf dieWissenschaften

DIE SAAT DES ZWEIFELS: DER SAURE REGEN
Politische Aktionen und das Zerwürfnis zwischen den USA und Kanada
Skepsis im Weißen Haus von Ronald Reagan
Eine dritteMeinung
Der Gutachterausschuss zum sauren Regen
Die Manipulation des Peer Reviews

DIE KONSTRUKTION EINES GEGENENTWURFS: DER KAMPF UM DAS OZONLOCH
Der Ozonkrieg
Löcher in der Ozonschicht
Ein anpassungsfähiger Kontrollmechanismus
Ein Ozonloch über der Arktis?
Die Konstruktion eines Gegenentwurfs
Worum es eigentlich ging

WAS IST SOLIDE WISSENSCHAFT? WER LEGT DAS FEST? DER KAMPF UM DAS PASSIVRAUCHEN
Eine kurze Geschichte des Passivrauchens
Schuld ist der Bote: Der Angriff der Tabakbranche auf die EPA
Tabak zur Verteidigung des freien Unternehmertums

DIE LEUGNUNG DER KLIMAERWÄRMUNG
1979: Ein entscheidendes Jahr für das Klima
Die Strategie der Verzögerung
Der Treibhauseffekt und dasWeiße Haus
Schuldzuweisungen an die Sonne
Der Angriff auf Roger Revelle
Die Bekräftigung der Leugnung

DIE REVISIONISTISCHE ATTACKE AUF RACHEL CARSON
Der stumme Frühling und daswissenschaftliche Beratergremium des Präsidenten
Leugnen als politische Strategie
Das Orwell-Problem

FAZIT: VON FREIER REDE UND FREIEN MÄRKTEN
Ein wissenschaftliches Potemkinsches Dorf
Die freie Rede und der freie Markt
Der Marktfundamentalismus und das Erbe des Kalten Krieges
Kann uns nicht die Technik retten?
Technikgläubigkeit
Warum wehrten sich dieWissenschaftler nicht?

EPILOG: EINE NEUE SICHT AUF DIE WISSENSCHAFT

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Naomi Oreskes

Naomi Oreskes ist Professorin für Wissenschaftsgeschichte an der University of California, San Diego. Die Historikerin und Geowissenschaftlerin ist Autorin mehrerer Bücher und gehört zu den profiliertesten Forschern, die vor den Folgen des Klimawandels warnen. Ihr Essay „Der wissenschaftliche Konsens über den Klimawandel“ wurde von dem ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten und Umweltschützer Al Gore in dem Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ zitiert. Gegenstand ihrer Forschung ist die Analyse wissenschaftlicher Debatten und die Präsentation von Forschungsergebnissen in den Massenmedien. Aus dieser Arbeit entstand die Idee zu dem vorliegenden Buch.

Erik M. Conway

Erik M. Conway ist Wissenschaftshistoriker am CalTech (California Institute of Technology). In seiner Arbeit untersucht er die Schnittstellen von Raumfahrt und Geowissenschaften unter den Aspekten des technologischen Fortschritts. 2009 wurde der NASA-Experte für seine bahnbrechenden Beiträge zur Geschichte der Erforschung des Weltraums ausgezeichnet. Erik M. Conway ist Autor mehrerer Studien und Bücher.

Weitere Sachbücher