Das Ende der Nacht

Thomas Posch, Anja Freyhoff, Thomas Uhlmann (Hrsg.)

Die Schattenseiten des Lichts

Nächtliche Lichtverschmutzung belastet uns Menschen und bringt die Tierwelt aus dem Rhythmus

Stadtmenschen finden es natürlich wunderbar, auf ihrem Nachhauseweg um Mitternacht nicht im Dunkeln tappen zu müssen. Doch das nächtliche Licht – ob Straßenlaternen, Leuchtreklame, Schaufensterilluminationen etc. – hat Schattenseiten und beeinflusst sowohl uns Menschen als auch Natur und Tierwelt. Thomas Posch, Franz Hölker, Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann gehen den Folgen der Lichtverschmutzung in „Das Ende der Nacht“ auf den Grund.

Welche Folgen hat die Lichtverschmutzung?

Für uns Menschen kann die nächtliche Lichtbelastung zu Schlafstörungen führen, die innere Uhr gerät aus dem Takt, wir fühlen uns gestresst, der Organismus wird belastet. Was genau sich in unserem Körper abspielt, das erläutern Wissenschaftler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA in „Das Ende der Nacht“. In der Tierwelt leiden z. B. Nachtfalter, Zugvögel und Meeresschildkröten mittlerweile rund um den Globus an der Zerstörung des Tag-Nacht-Rhythmus durch die übermäßige Erhellung der Nacht. So macht die Strandbeleuchtung den Meeresschildkröten zu schaffen, und das künstliche Licht in der Nacht beeinflusst sogar die Ökosysteme von Gewässern.

Was passiert mit der Meeresfauna, wenn es immer hell ist?

Was passiert, wenn das Mondlicht, u. a. ein natürlicher Zeitgeber für die Meeresfauna, plötzlich durch immerwährendes nächtliches Licht „ersetzt“ wird? Wie reagieren Vögel oder Insekten, die z. B. nach dem Sternenhimmel navigieren, auf die hellen Nächte. Und wie verändert sich dadurch ihr Verhalten? „Das Ende der Nacht“ gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt auf, dass Lichtverschmutzung alle angeht. In der zweiten, überarbeiteten Auflage haben die Herausgeber u. a. erste Ergebnisse des Forschungsverbundes „Verlust der Nacht“ der Leibniz-Gemeinschaft neu mit aufgenommen. Weitere Beiträge befassen sich mit den Themen „Nacht und Ende der Nacht aus kulturgeschichtlicher Sicht“, „Insekten und künstliches Licht“, „Vögel: Weltreisende und Vielflieger unter dem Sternenhimmel“ oder „Lichtverschmutzung und die 24-Stunden-Gesellschaft“. Ein interdisziplinäres Buch, das auf kulturelle, ökologische, psychologische und biologische Aspekte eingeht und für jeden interessierten Leser eine Einladung ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Thomas Posch, Anja Freyhoff, Thomas Uhlmann (Hrsg.)
Das Ende der Nacht
Lichtsmog: Gefahren – Perspektiven – Lösungen
2. Auflage

2013. 232 Seiten, ca. 50 Abbildungen, davon 50 in Farbe. Gebunden.
€ 32,90
ISBN: 978-3-527-41179-5 (WILEY-VCH, Weinheim)

„Ein Sachbuch, aber unbedingt lesenwert.“ (MDR Figaro 26.08.2011)

„Der reich bebilderte und stringent gegliederte Band informiert ebenso anschaulich über die technologische Entwicklung vom Lagerfeuer bis zur Leuchtdiode wie über die wirtschaftlichen Implikationen wie Kosten für Beleuchtung und Lichtausbeute im Wandel der Zeit.“
TM 2.0 (12.08.10)

„Eine „erhellende“ Publikation zu den Auswirkungen von Kunstlicht auf Arbeits- und Lebensrhythmen.“
Raum & Zeit (8/2010)

„Es ist höchste Zeit, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass der verschwenderische Umgang mit künstlichem Licht zahlreiche negative Folgen hat, und dementsprechend zu handeln! Auf zahlreiche Probleme geht dieses empfehlenswerte Buch sachkundig ein!“
Licht – Planung, Design, Technik, Handel (01.06.2010)

„Erstmalige deutschsprachige Zusammenfassung wesentlicher problematischer Aspekte der künstlichen Außenbeleuchtung und ihrer fast exponentiellen Zunahme seit etwa einem Jahrhundert. Allgemeinverständliche Darstellung mit aktuellen Fallbeispielen.“
Physik AT – Mitteilungsblatt der Österreichische. Physikalische. Gesellschaft (3/2009)

„Das ‚Ende der Nacht‘ sei daher allen ans Herz gelegt, die naturwissenschaftlich interessiert sind und sich für einige Stunden über die Schattenseiten des zunehmenden Lichtgebrauchs profund aber dennoch kurzweilig informieren möchten. Das Attribut ‚populärwissenschaftlich‘ kann für dieses Buch im positiven Sinne des Wortes gebraucht werden … .“
Gesellschaft Deutscher Chemiker, Mitteilungsblatt 1/2010

„Inhaltlich ist dieses Buch für alle interessant und lesenswert, die sich mit dem Thema Lichtverschmutzung befassen oder als Amateurastronomen davon betroffen sind. Nicht gering zu schätzen ist zudem das Potential dieses Buches als Argumentationshilfe in der Diskussion mit Verursachern oder Kommunen.“
Interstellarum (Nr. 68, 02/03 2010)

„Das sehr anschaulich gestaltete und eindrucksvoll illustrierte Werk basiert auf einer von Arte und ZDF produzierten, sehenswerten Dokumentation zum Thema ‚Lichtverschmutzung‘. … Vorangestellt ist diesem naturwissenschaftlichen Reigen eine äußerst gut lesbare Einführung zur Geschichte und technischen Grundlagen des künstlichen Lichts. Die Texte lesen sich durchweg kurzweilig, rütteln manchmal auf und sind stets hoch informativ. Einige der bildreich umrahmten Fakten erschrecken selbst ‚alte Hasen‘ dieser Thematik.“
Sterne und Weltraum (02/2010)
Physik Journal (1/2010)

„‚Das Ende der Nacht‘ sei daher allen ans Herz gelegt, die naturwissenschaftlich interessiert sind und sich für einige Stunden über die Schattenseiten des zunehmenden Lichtgebrauchs profund aber dennoch kurzweilig informieren möchten. Das Attribut ‚populärwissenschaftlich‘ kann für dieses Buch im positiven Sinne des Wortes gebraucht werden, und die Bildband-ähnliche Aufmachung macht es zudem zu einem idealen Geschenk.“
Mitteilungsblatt Gesellschaft Deutscher Chemiker (1/2010)

„‚Das Ende der Nacht’ist ein passender Titel zu diesem schön illustrierten Buch, das uns für ein weithin unbekanntes Problem sensibilisiert.“
Ärzte-Woche (1/2010)

„‚Das Ende der Nacht‘ ist nicht nur ein opulentes Bilderbuch, es ist auch ein Plädoyer, nicht gegen die eigene innere Uhr zu leben. Unfreiwillig macht es dennoch deutlich, dass man selten genug Licht haben kann… Dabei fordern die fundierten und mit wissenschaftlichen Literaturhinweisen ergänzten Kapitel implizit vor allem eines: ein Grundrecht auf Dunkelheit. Und werfen damit metaphorisch ein Licht auf die dunkle Seite des Lichts.“
Deutschlandradio Kultur (21.12.2009, 11:33 Uhr)

„In diesem großformatigen, eindrucksvoll illustrierten (Karten zur nächtlichen Himmelsaufhellung, farbigen Grafiken, Tabellen, Fotos) und im besten Sinne populärwissenschaftlichen Band zeigen internationale Experten an Fallbeispielen die Folgen des Verlustes natürlicher nächtlicher Dunkelheit.“
ekz-Informationsdienst

1. Eine kurze Geschichte des Lichts; Thomas Posch
2. Nacht und Kampf gegen die Nacht aus kulturhistorischer Perspektive; Thomas Posch und Walter Seitter
3. Lichtverschmutzung in Mitteleuropa; Andreas Hänel
4. Insekten und künstliches Licht; Gerhard Eisenbeis
5. Vögel und künstliches Licht; Ommo Hüppop, Reinhard Klenke und Anja Nordt
6. Meeresschildkröten als Opfer der Strandbeleuchtung;Christin Borgwardt, Tony Tucker und Kristen Mazzarella
7. Mondlicht als natürlicher Zeitgeber für die Meeresfauna; Kristin Tessmar, Tobias Kaiser und Juliane Zantke
8. Der Einfluss von nächtlichem Kunstlichtauf Gewässerökosysteme; Franz Hölker und Klement Tockner
9. Licht auf die innere Uhr; Christian Cajochen
10. Der Verlust der Nacht in der 24-Stunden-Gesellschaft; Dietrich Henckel, Josiane Meier, Merle Pottharst, Florian Wukovitsch

Cover Leseprobe Pressemitteilung

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Thomas Posch

Thomas Posch ist Mitarbeiter der Universitätssternwarte Wien. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen auf den Gebieten der Erforschung des kosmischen Staubes, der Astronomiegeschichte sowie der Philosophie der Natur. Er ist intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit tätig und koordiniert für Österreich die Aktivitäten zum Internationalen Astronomiejahr 2009.

Franz Hölker

Franz Hölker arbeitet als Gewässerökologe am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und ist
Privatdozent an der FU Berlin. Nach einem zweijährigen
Forschungsaufenthalt am JRC (Europäische Kommission) leitet er seit 2009 das interdisziplinäre Verbundprojekt
„Verlust der Nacht“. Seit 2012 ist er Leiter der internationalen COST-Aktion „Loss of the Night Network (LoNNe)“.

Anja Freyhoff

Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann sind Autoren und Regisseure für Dokumentationen, die vor allem bei ARTE und ARD/ZDF ausgestrahlt werden. Bekannt sind die Filme über Einstein oder zum Verhältnis von Deutschen und Franzosen. Die einstündige Geo-Reportage über das „Parlament der Kinder“ im indischen Rajasthan wurde ausgezeichnet. Neben der Fernseharbeit sind sie als Produzenten und Regisseure für Werbe- und Unternehmensfilme tätig.

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